Viertelfinale komplett

Die Viertelfinalansetzungen nach Abschluss der Punktrunde der German Football League stehen fest, acht Teams peilen nun noch die Qualifikation für den New Yorker German Bowl XXXVI am 11. Oktober im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark an. Mit dabei sind natürlich Titelverteidiger New Yorker Lions aus Braunschweig oder sein letztjähriger Herausforderer Dresden Monarchs.

Aber auch deren Vorgänger aus den German Bowls 2011 und 2012, Schwäbisch Hall Unicorns und Kiel Baltic Hurricanes, sind wieder mit im Rennen, und beide werden am 20. September in der Runde der letzten acht in Schwäbisch Hall direkt aufeinandertreffen. Ihre beiden German-Bowl-Duelle waren die punktreichsten der Finalgeschichte, die Unicorns siegten 2011 mit 48:44 und 2012 im ersten Finale im Berliner Jahn-Sportpark mit 56:53. So knapp und spannend es in den Finalspielen zuging, so dramatisch hatte auch das erste Play-Off-Aufeinandertreffen 2009 der beiden geendet: Damals verwandelten die Kieler Gäste ein Field Goal vier Sekunden vor Schluss, um noch 22:21 zu gewinnen. Die Statistik spricht dafür, dass es diesmal wieder punktereicher zugeht, der Angriff der Unicorns begnügte sich in den letzten sechs Heimpartien nie mit weniger als 49 Zählern.

Der Sieger des Viertelfinales zwischen Schwäbisch Hall und Kiel bekommt es im Halbfinale mit dem Gewinner der Partie zwischen den Dresden Monarchs und den Marburg Mercenaries am 21. September zu tun. Auch diese beiden Teams kennen sich bereits aus Play-Off-Spielen, 2008 und 2009 setzten sich in Marburg jeweils die Mercenaries durch, beim zweiten Mal nach 49:49-Unentschieden zum Schluss der regulären Spielzeit mit einem 64:63 nach Verlängerung. Diesmal sind die Monarchs der Gastgeber, und die haben seit Mitte 2012 zu Hause gegen kein Team außer Braunschweig mehr verloren. Aber auch wenn die Marburger, seit sie als Dritter der GFL Süd feststanden, sämtliche ihre bedeutungslosen Partien verloren haben: In der Endrunde, für die man im elften Jahr in Folge qualifiziert ist, ist mit den Mercenaries wieder zu rechnen.

Richtig alte Bekannte in den Play-Offs sind auch die New Yorker Lions und die Munich Cowboys. Für sie ist das Viertelfinale am 20. September bereits das achte Aufeinandertreffen in einer Endrunde. Sieben dieser Spiele (zuletzt 2008) gewannen die Braunschweiger. Nur ein einziges Mal konnten die Münchner sich durchsetzen, und das war vor exakt 20 Jahren im allerersten Play-Off-Spiel der 1994 erstmals in die Endrunde eingezogenen Braunschweiger. Damals waren die Munich Cowboys Titelverteidiger, und ein Sieg der Niedersachsen wäre eine faustdicke Sensation gewesen, diesmal ist es genau andersherum: Nach ihrer ungeschlagenen Punktrunde in der GFL Nord sind die New Yorker Lions klar auf Finalkurs.

Zwei Mannschaften, die 2013 nicht die Play-Offs erreichten, sind in der Endrunde 2014 dabei, und eine von ihnen wird auch das Halbfinale erreichen. Denn am 21. September gastieren die Cologne Falcons in Esslingen bei den Stuttgart Scorpions. Für die Kölner ist es erst die zweite Play-Off-Teilnahme nach 2006, für die Stuttgarter nach einem Jahr Abstinenz das 18. Mal, dass man in einem Viertelfinale steht. Der letzte Sieg allerdings stammt aus dem Jahr 2007 (als man anschließend auch ins Finale stürmte) – da hofft man diesmal doch auf mehr. Beide Kontrahenten waren in den Punktspielen immer wieder für eine Überraschung gut, und so ist auch hier der Ausgang dieser Partie recht offen.

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