Großes Football-Fest erwartet

Zuversichtlich zeigten sich Vertreter von Vereinen, Verband und dem Berliner Senat für den New Yorker German Bowl XXXVI bei der Pressekonferenz im Endspielstadion. Aufgrund der günstigen Wetterprognose für den Samstag wird das Rahmenprogramm noch einmal ausgeweitet und startet nun bereits mit einer FanZone ab 14 Uhr vor dem Stadion. Die Schwäbisch Hall Unicorns haben einen Sonderzug der Bahn für ihre Fans gechartert, Tickets für diesen fanden ebenso reißenden Absatz wie jene für den inzwischen auf ein rundes Dutzend Busse angewachsenen Konvoi, der aus Braunschweig erwartet wird.

Troy Tomlin, Cheftrainer des Titelverteidigers New Yorker Lions, wollte sich und sein Team nicht in die Favoritenrolle drängen lassen. „Mal sehen“, blieb er hinsichtlich des Ausgangs der Partie betont zurückhaltend. Einen möglichen statistischen Vorteil seines Teams in der Verteidigung (11,2 Gegenpunkte pro Spiel 2014, bei Schwäbisch Hall waren es 25,5) will er nicht überbewerten: „Die meisten Punkte kassierten die Unicorns ja erst, als die Spiele entschieden waren, zum Beispiel gegen Kiel.“ In der Tat war jenes Viertelfinale beim letzten Seitenwechsel mit 50:10 bereits gelaufen, und erst danach gönnten die Haller den Gästen noch 14 bedeutungslose Punkte.

Das Team der New Yorker Lions wäre in jedem Fall auch für einen spannenden Kampf bis zum Schluss gerüstet, betonte Offensive Lineman Sören Wendland. „Alle sind fit. Wir haben in der Winterpause diesmal ein spezielles Trainingsprogramm absolviert. Das zahlt sich jetzt aus.“ Im Verhältnis stärker vom Verletzungspech gebeutelt sind derzeit die Schwäbisch Hall Unicorns, ein Grund mehr für Cheftrainer Siegfried Gehrke, tiefzustapeln. „Unsere Saison lief besonders am Anfang ja nicht gerade rund. Wir haben uns als Team aber immer mehr gefunden, und gegen Dresden hat sich im Halbfinale unsere Verteidigung bewährt.“

Jedoch seien die New Yorker Lions zweifellos noch einmal ein ziemliches Stück stärker als die bisherigen Gegner. Schwäbisch Halls junger Quarterback Marco Ehrenfried will dennoch gelassen ins Endspiel gehen. Ihm hilft die Erfahrung des gewonnenen EM-Finales in Wien mit der Nationalmannschaft: “Das war für mich natürlich etwas ganz Besonderes, auch wegen der vielen Zuschauer und der Rahmenbedingungen. Das hilft mir jetzt, mich darauf einzustellen, was uns am Samstag erwartet.“

Unter den Zuschauern wird als Ehrengast auch Bernd Krömer, Staatssekretär der Berliner Senatsinnenverwaltung, sein. Er unterstrich das Interesse des Senats an American Football, auch wegen dessen Tradition in der deutschen Hauptstadt. Die Partnerschaft mit dem Senat, die mit dazu beitragen wird, dass am Samstag beim New Yorker German Bowl XXXVI ein großes Football-Fest gefeiert werden kann, bekräftigte auch Robert Huber, Präsident des American Football Verbandes Deutschland. „Auch wenn wir davon ja nicht direkt betroffen sind, werden wir unsere Stimme bei der Vorauswahl deutscher Olympiakandidatenstädte innerhalb des DOSB für Berlin abgeben.“

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