New Yorker Lions feiern

Der neue Deutsche Meister im American Football ist der alte: Die New Yorker Lions aus Braunschweig gewannen den New Yorker German Bowl XXXVI im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark mit 47:9. Den insgesamt neunten Titelgewinn des Rekordmeisters, der dabei auch den höchsten Finalsieg der German-Bowl-Geschichte feierte, sahen 12.531 Zuschauer. Most Valuable Player der Partie wurde Casey Therriault, der Quarterback der New Yorker Lions, der einen Touchdown selbst erlief und einen Touchdown-Pass auf Anthony Dablé warf. Fünf Touchdowns erzielten die Braunschweiger Running Backs, drei David McCants und zwei Michael Andrew.

Lions_jubel 1200_600In Führung gegangen waren zwar die Schwäbisch Hall Unicorns durch ein frühes Field Goal zum 3:0, danach und vor allem im zweiten Viertel übernahm aber der Titelverteidiger die Regie. Mit Balleroberungen gegen den Unicorns-Angriff glänzte die Braunschweiger Verteidigung ebenso wie der gewohnt punkthungrige Angriff um Quarterback Casey Therriault. Bis zur Pause zogen die New Yorker Lions auf 34:3 davon, kurz nach Beginn des vierten Viertels stand es gar 47:3, nachdem die Braunschweiger alle ihre sieben Angriffsserien bis dahin mit Touchdowns beendet hatten.

Für die Unicorns waren die drei Ballverluste des eigenen Angriffs im zweiten Viertel nicht zu kompensieren. Zwei Interceptions, bei denen man gerade in etwa bis zur Feldmitte vorgerückt war, und vor allem dazwischen ein Fumble gleich im allerersten Spielzug einer Angriffsserie verhinderten notwendige Erholungspausen der Schwäbisch Haller Verteidigung gegen die Angriffslawine des Gegners. Das Spiel nahm damit früh eine einseitige Richtung. Später verhinderte eine weitere Interception, dass die Unicorns früher zu einer Ergebnisverbesserung kamen als ganz zum Schluss durch den Touchdown-Pass von Marco Ehrenfried auf Aurieus Adegbesan.

Nach dem Spiel räumte Halls Head Coach Siegfried Gehrke ein: “Wir hätten nur eine Chance gehabt, wenn wir mit unserem Laufspiel Akzente hätten setzen können und Fehler vermieden hätten. Beides hat nicht geklappt.“ Das Ergebnis war eindeutig. Braunschweigs Linebacker Kerim Homri sprach dem Gegner zwar Respekt aus: „Das war bewundernswert, dass die Unicorns bis zum Ende alles gegeben haben und unsere Verteidigung gefordert haben.“ Aber er gestand auch ein, dass die New Yorker Lions siegesgewiss nach Berlin gekommen waren: „Als wir die Videos der Unicorns analysiert haben, haben wir einiges gesehen, was uns optimistisch machte. Während des Spieles wuchs dann von Minute zu Minute unser Selbstvertrauen.“

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